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Elternrat
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Oberstufenalter ist Schwellenalter: Zwischen Schule und Beruf, zwischen Kindsein und Erwachsenenleben, Jugendliche und Eltern lassen Altes hinter sich und Neues steht bevor.
Das bedeutet:
Der Elternrat der Oberstufenschule widmet sich solchen Fragestellungen, indem
Neue/weitere Mitglieder sind stets willkommen.
Kontakt zum Elternrat der Sek Wila:
Mitteilung Leider wurde das Angbot der Gratisverteilung von Fritz und Fränzi durch die Schule aus Kostengründen eingestellt. Die Homepage ist aber weiterhin gültig (s. grauer Kasten rechts) und am Kiosk können Sie das Heft hoffentlich noch lange kaufen. Es lohnt sich!
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Zusammenarbeit Sekundarschule Wila - Elternhaus Am Dienstag, 5. April 2011, lud der Elternrat der Oberstufe Wila zum 4. runden Tisch ein. Die Zusammenarbeit zwischen Schule/Lehrpersonen und Eltern hat sich in den letzten Jahren stark verändert. Welche Erwartungen haben wir Eltern an die Lehr-personen, an die Schule und umgekehrt, welche Erwartungen haben die Lehrpersonen, die Schule an uns Eltern? Für eine konstruktive und faire Gesprächsrunde sorgte Frau Maya Mulle, Fachfrau für Coaching/Mediation. Der Schulleiter Daniel Sigrist konnte punkt 20.00 Uhr eine erfreuliche Anzahl Eltern und Lehrpersonen im Singsaal der Sekundarschule begrüssen. Seine spannende Einleitung liess uns vor Augen führen, was sich in den letzten Jahrzehnten betreffend Familie und Schule alles verändert hatte. In der Familie haben sich die Rollenverteilung von Mann und Frau, die Familiengrösse, die Familienstruktur, sowie die Funktion der Familie, in Folge von Veränderungen in der Arbeitswelt und dem sozialen Verständnis stark verändert. In Erziehungsfragen verfügen die Eltern heute über eine Vielzahl von Handlungsoptionen. Zu beobachten sind im Weiteren eine ausgeweitete Entscheidungsmacht der Kinder, wie eine ewige „Jugendlichkeit“. Auf Seite der Schule wurde die Schulautonomie (Schulleitung, Eltern-mitsprache, Schülermitsprache) gestärkt, was zu verschiedene Schulmodellen führte. Auch die Rolle der Lehrpersonen hat sich generell verändert. So gibt es z.B. mehr Fachlehrpersonen im Gegensatz zu den früher ausgebildeten „Generalisten“. Die sich gegenseitig beeinflussenden Forschungsresultate in den Fachbereichen Pädagogik, Neurowissenschaft und Medizin haben z.T. grosse Auswirkungen auf den Unterricht. Das Fazit aus der Einführung lässt sich wie folgt zusammenfassen: Erziehung und Bildung lassen sich nicht trennen! Lehrpersonen und Eltern müssen vermehrt zusammen arbeiten. Arbeiten Schule und Elternhaus eng zusammen, so spürt das Kind diese kooperativen Bemühungen. Dadurch fällt ihm die Orientierung in den beiden Systemen (der Familie und in der Schule) leichter. Es besteht eine grosse Chance, dass das Kind dadurch mehr Motivation entwickelt und auch mehr lernt. Eine Studie von PD Dr. Markus Neuenschwander zeigte, dass die Leistungen der Schüler/-innen an erster Stelle von der Schülerin, dem Schüler selber abhängig ist. Dabei spielen Vorwissen, Motivation und IQ (in dieser Reihenfolge) eine grosse Rolle. An zweiter Stelle sind die Erwartungen und der Erziehungsstil der Eltern für den Bildungserfolg der Kinder verantwortlich. An dritter Stelle hat das pädagogische Engagement der Schule (Schulklima, päd. Engagement) einen Einfluss auf die Leistung der Schüler/-innen. Die Lehrperson an und für sich (Klassenführung, Kommunikationsstil, Didaktik) sowie die Klassenstruktur haben erst an vierter Stelle einen Einfluss auf die Leistung der Kinder und Jugendlichen. In Zahlen bedeutet dies eine Verteilung des Anteils am Bildungserfolg der Kinder von 30% Schule gegenüber 70% Elternhaus. Das Elternhaus hat somit einen sehr grossen Einfluss auf die Gesundheit, die Schulleistungen und die Lernstrategien der Kinder und Jugendlichen. Die an das Grundlagenreferat anknüpfenden Fragen an die Lehrpersonen und uns Eltern waren: Was muss die Schule/die Eltern aus ihrer Sicht tun, damit die Schüler/ die Kinder auf den Übertritt in eine weiterführende Schule oder für eine Berufslehre gut vorbereitet sind? Und: Wie können wir als Lehrpersonen/Eltern die Kinder in diesem Prozess unterstützen? Frau Maya Mulle, selber Mutter von zwei erwachsenen Töchter, forderte uns Eltern auf, in Sechsergruppen unsere Erwartungen an die Schule zu definieren. Die Lehrpersonen bearbeiteten die Fragen in einem anderen Raum. Nach kurz empfundenen 30 Minuten wurden die gegenseitigen Erwartungen bekannt gegeben und geklärt. Innerhalb kürzester Zeit waren die Flipcharts für beide Seiten voll geschrieben. Die Eltern wünschten sich von der Schule die Vermittlung von Schulstoff nach Lehrplan, sowie Lehrperson, welche Autorität ausstraheln und die Führung übernehmen. Bei der Berufsvorbereitung wünschen sie sich in allen Klassen eine gleiche Handhabung. Gewünscht wird auch, dass die Eltern sofort, und nicht erst nach Wochen, benachrichtigt werden, falls ihr Kind negativ auffällt. Spontan meldete sich der Schulleiter, seine Erfahrung zeige, dass die Lehrpersonen in solchen Angelegenheiten aus Sicht der Eltern immer zu spät reagieren würden. Dies sei jedoch eine Frage des pädagogischen Spielraumes, was eben auch Zeit benötige wenn man versuche zuerst mit dem betreffenden Schüler die Sache zu regeln. Frau Mulle lenkte die Diskussion gekonnt und stellte immer wieder Zwischenfragen, z.B.: Ob der Druck auf die Schüler tatsächlich erhöht werden sollte, falls sie mit der Lehrstellensuche nicht vorwärts machen? Aus Sicht der Lehrerschaft ist die Ausübung von Druck eine Möglichkeit und nicht immer die Lösung. Denn nicht jedes Kind könne damit umgehen. Auch aus den Reihen der Eltern war zu vernehmen, dass sich zu viel Druck eher negativ auswirken könnte. Einen interessanten Ansatz bietet die Diskussion über den Einbezug von Eltern, des Elternrates in die Schularbeit, z. B. beim Spetten. Man einigte sich darauf die Idee Senioren einzubeziehen weiter zu verfolgen. Natürlich waren wir gespannt auf die Erwartungen der Lehrpersonen. Die Lehrpersonen erwarten von uns Eltern, dass wir unseren Kindern einen soliden Rahmen bieten, ihnen konsequent Grenzen setzen und, dass wir präsent sind. Zum Thema Hausaufgaben erwarten die Lehrpersonen, dass die Eltern die Kinder zu dieser Arbeit auffordern, sie zur Arbeit anhalten und nicht, dass die Eltern die Aufgaben lösen. Der Schulleiter wünscht, dass die Eltern bei Problemen zuerst das Gespräch mit den Lehrpersonen suchen und erst bei unbefriedigendem Ausgang des Gespräches die Schulleitung kontaktieren. Die Diskussionen hätten noch lange fortgeführt werden können, waren die Erwartungen doch mehrheitlich erst genannt und noch nicht in alle Dimensionen ausdiskutiert. Der Elternrat und die Schulleitung versprachen sich um die Weiterführung der Debatte zu kümmern. Um 22 Uhr bedankte sich Herr Sigrist bei Frau Mulle für die hervorragende Moderation. Es war ein gelungener und interessanter runder Tisch, auch dank den engagierten Eltern und Lehrpersonen. Maya Vogel, Elternrat Sek Wila |
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